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Kleintransporter prallt gegen Baum
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München. Seit Ende Juni ist der neu gestaltete Weißenseepark für die
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Der Showdown des diesjährigen Boulder-Worldcups findet in München statt -
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Lokalnachrichten aus München und Umgebung

Polizeiliche Kriminalstatistik 2009

Joachim Herrmann zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2009: "Bayern bleibt sicherstes Bundesland - Zwei Drittel aller Straftaten aufgeklärt - Mehr Straftaten unter Alkoholeinfluss".

"Bayern ist und bleibt das sicherste Bundesland in Deutschland. Wir können auch in diesem Jahr wieder eine ausgezeichnete Sicherheitsbilanz ziehen. Die Zahl der Straftaten ist erneut zurückgegangen, mit 5.073 Straftaten je 100.000 Einwohner haben wir die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 1992. Die Aufklärungsquote bleibt mit 63,9 Prozent auf hohem Niveau." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann führte diese Bilanz bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2009 auf die professionelle Ermittlungsarbeit der Polizei und die gezielten Fahndungsmaßnahmen zurück. Herrmann: "Wir haben knapp zwei Drittel aller registrierten Straftaten aufgeklärt. Damit liegen wir im bundesweiten Vergleich auf einem absoluten Spitzenplatz."

Zu den am meisten angezeigten Straftaten gehörten auch im Jahr 2009 die Diebstahlsdelikte. Gegenüber 2008 sank hier die Zahl der erfassten Diebstähle um etwas mehr als fünf Prozent, einen deutlicheren Rückgang registrierten die Sicherheitsbehörden beim Diebstahl aus Kraftfahrzeugen, nämlich um fast 13 Prozent. Wieder rückläufig ist auch die Zahl der Tageswohnungseinbrüche im Vergleich zum Jahr 2008. Herrmann: "Dieses erfreuliche Ergebnis ist nicht nur der polizeilichen Präsenz, sondern auch der engagierten Präventionsarbeit unserer Polizeibediensteten vor Ort zu verdanken."

Rückläufig ist die Tendenz bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten. Im Fünfjahresvergleich ergibt sich hier ein erfreuliches Minus von neun Prozent, so Herrmann. Gestiegen ist hingegen das gezielte Ausspähen oder Kopieren von Zahlungskartendaten. Auch der Betrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten stieg im Vorjahresvergleich deutlich. Herrmann: "Das ist ein deutliches Zeichen, dass unsere Bürger im Umgang mit EC- und Kreditkarten noch mehr Sorgfalt walten lassen und unsere Banken- und Kreditkartenunternehmen die Sicherungsmöglichkeiten für die Daten weiter verbessern müssen."

Auch bei der Gewaltkriminalität konnte Bayern im vergangenen Jahr eine rückläufige Entwicklung verzeichnen. Die hohe Aufklärungsquote von 83,2 Prozent belegt nach den Worten Herrmanns außerdem, dass die Bayerische Polizei gerade bei schweren Straftaten sehr professionell und erfolgreich arbeitet. Nach wie vor sei eine hohe Gewaltbereitschaft Einzelner in unserer Gesellschaft festzustellen. "Meine Forderung, eine flächendeckende Videoüberwachung in U- und S-Bahnhöfen und Zügen einzurichten, wird durch die Kriminalstatistik untermauert. In vielen Fällen konnten die Gewalttäter nur mit Hilfe von Videoaufzeichnungen ermittelt werden".

Als unerträglich empfindet Herrmann, dass auch die bayerischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Einsatz in den letzten Jahren immer häufiger selbst Opfer von aggressiver Gewalt geworden sind. Auch wenn die Zahlen in Bayern im vergangenen Jahr rückläufig waren, gelte es doch festzuhalten, dass die Gewaltbereitschaft bundesweit erheblich zugenommen hat. "Im Freistaat stiegen die Fälle von Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte im 5-Jahres-Vergleich beispielsweise von 2003 bis 2009 um mehr als 20 Prozent. Diese Entwicklung werde ich auf gar keinen Fall hinnehmen. Ich will nachhaltige Zeichen setzen, auch wenn wir in Bayern von Verhältnissen wie in anderen Bundesländern, wie in Berlin und Hamburg noch weit entfernt sind." Ein erster Schritt dahin sei der gemeinsame Antrag, den Bayern und Sachsen im Bundesrat eingebracht haben, um den generellen Strafrahmen für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte von zwei auf drei Jahre Freiheitsstrafe anzuheben".

Die größte Sorge bereitet Herrmann derzeit der Anstieg der Straftaten unter Alkoholeinfluss. Im vergangenen Jahr wurden 16 Prozent - also rund 65.000 aller aufgeklärten Straftaten in Bayern - unter Alkoholeinfluss begangen. Das bedeute gegenüber dem Jahr 2008 einen Anstieg von 3,7 Prozent. Mit rund 18 Prozent stand bereits mehr als jeder sechste Jugendliche bei der Tatbegehung unter Alkoholeinfluss. Noch alarmierender sei die Situation bei den heranwachsenden Tatverdächtigen: Mehr als 30 Prozent in dieser Altersgruppe hatte zur Tatzeit Alkohol im Blut. "Alkohol - das belegen die Zahlen eindeutig - ist der Aggressionsverstärker Nummer eins", konstatiert Herrmann. Ein Grund für diese Entwicklung sei die ständige Verfügbarkeit von hochprozentigem Alkohol vor allem zur Nachtzeit. Herrmann sprach sich deshalb für ein nächtliches Verkaufsverbot von Branntwein und branntweinhaltigen Getränken aus: "Wir müssen die rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit von harten Alkoho!
lika unterbrechen."

Als erfreulich bezeichnete es Herrmann, dass die Tatverdächtigen bei den Jugendlichen wie auch bei den Kindern um 5,2 beziehungsweise um 5,6 Prozent zurückgegangen sind. Sorge bereiten dem Minister aber die Mehrfachtäter. Mit 30,5 Prozent zählen dazu knapp ein Drittel aller jugendlichen Tatverdächtigen. Sie haben zwei oder mehr Straftaten begangen. Im Kampf gegen junge Mehrfach- und Intensivtäter setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, dem Jugendamt, der Jugendgerichtshilfe, den Sozialbehörden, den Schulen oder auch den Führerscheinstellen und Ausländerämtern."

Herrmanns Fazit: "Wir wollen unseren Spitzenplatz in der Inneren Sicherheit auch für die Zukunft sichern. Ich bin deshalb besonders froh, dass wir 1.000 zusätzliche Stellen für die Bayerische Polizei erhalten haben. Damit können wir die Präsenz in unseren Kommunen mittelfristig noch weiter ausbauen. Herrmann: "Mit einer möglichst hohen Präsenz der Polizei, dem Ausbau der Sicherheitswacht und der Videoüberwachung im Öffentlichen Personennahverkehr sowie der intensiven Unterstützung aller Maßnahmen zur Stärkung der Zivilcourage werden wir dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Bayern nicht nur sicher sind, sondern sich auch sicher fühlen."


Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern